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Der Domschatz von St. Servatii ist ein herausragendes Ensemble mittelalterlicher Schatzkunst mit ottonischen Wurzeln. Reliquien, kostbare Behältnisse und Handschriften dienten Liturgie, Memoria und Repräsentation; seit dem 12. Jh. wurden sie im Zitter (lat. Secretarium) bewahrt. Der Bestand wuchs durch kaiserliche Privilegien und Stiftungen, veränderte sich aber auch – etwa durch Übernahmen aus aufgelösten Klöstern in der Reformationszeit. 1945 wurden Teile des Schatzes geraubt; zehn Objekte kehrten 1993 aus Texas zurück, zwei bleiben verschollen. Erhalten sind u. a. Goldschmiedearbeiten, Elfenbein-Schnitzereien, Werke orientalischer Kristallschneidekunst und ein Knüpfteppich um 1200 – der älteste erhaltene Knüpfteppich Europas.
